Erinnerung an Robert Allgäuer
Robert Allgäuer ist tot. Die Erwachsenenbildung in Liechtenstein hat ihm viel zu verdanken. Er war massgeblich an der Erarbeitung der Bestandsaufnahme Erwachsenenbildung 1975-76 und an der Gründung des Arbeitskreises für Erwachsenenbildung beteiligt. 1979 richtete das Dekanat die hauptamtliche «Arbeitsstelle für Erwachsenenbildung» ein, die grösste Erwachsenenbildungseinrichtung Liechtensteins. Seit 1982 hat sie ihren Sitz im Haus Stein-Egerta in Schaan. 1985 übernahm sie im Auftrag der Regierung und der Gemeinden auch die Administration der Freizeit- und Weiterbildungskurse.
Wir wünschen den Angehörigen viel Kraft für die schweren Stunden der Trauer und des Abschieds. Die Erwachsenenbildung Stein Egerta spricht den Hinterbliebenen ihr herzliches Beileid aus.
Bild: Robert Allgäuer (1937-2024), Rösle Frick, Pfarrer Franz Näscher (1938-2020), Wilfried Oehri und Charlotte Ender im Foyer der Stein Egerta im Jahr 2004.
Stabilisierung mit Perspektive
Die Erwachsenenbildung Stein Egerta blickt auf ein insgesamt solides Jahr 2025 zurück. In einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld ist es gelungen, die finanzielle Situation deutlich zu stabilisieren und wichtige strukturelle Weichen für die Zukunft zu stellen.
Der Jahresabschluss schliesst mit einem moderaten Defizit von rund CHF 22’930 ab und liegt damit klar unter dem Vorjahresverlust. Die eingeleiteten Massnahmen zur Kostendisziplin und Priorisierung zeigen Wirkung und markieren eine klare Tendenz zur Konsolidierung.
Gleichzeitig bleibt das Umfeld herausfordernd: Rückläufige Teilnehmerzahlen pro Kurs sowie steigende Anforderungen an Bildungsangebote machen deutlich, dass zentrale gesellschaftliche Leistungen zunehmend nicht kostendeckend erbracht werden können.
Inhaltlich konnte die Stein Egerta ihr breites Angebot erfolgreich weiterentwickeln – von Sprach- und Digitalkursen bis hin zu neuen Formaten in Kultur und Gesellschaft wie dem «Debattierpark». Auch als Begegnungsort hat die Institution weiter an Bedeutung gewonnen.
Mit einer neuen Leistungsvereinbarung, einem engagierten Team und gezielten Innovationsschritten sieht sich die Stein Egerta gut aufgestellt. Ziel bleibt, bereits im kommenden Jahr wieder eine ausgeglichene Rechnung zu erreichen und die Position als zentrale Bildungsinstitution in Liechtenstein weiter zu stärken.


