Wie viel Sicherheit ist möglich?
Gefährlichkeitsbeurteilungen von Straftätern: Technik und Fehlerquellen
- Einleitung
- Das Thema Sicherheit beschäftigt Liechtenstein derzeit stark. Cyberangriffe haben neue Verwundbarkeiten sichtbar gemacht, gleichzeitig hat die Regierung eine neue Sicherheitsstrategie erarbeitet. Doch Sicherheit hat auch eine ganz andere Dimension: Wie erkennen wir, ob von einem Menschen tatsächlich eine Gefahr ausgeht? Wie zuverlässig lassen sich Risiken einschätzen – und welche Fehler können dabei entstehen? Der forensische Psychiater Frank Urbaniok zeigt, wie Gefährlichkeit professionell beurteilt wird und wo die Grenzen solcher Prognosen liegen.
- Kursziel
- Die Teilnehmenden erhalten Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen der Risikobeurteilung und erfahren, wie Fachleute Gefährlichkeit einschätzen. Dabei geht es auch um das Spannungsfeld zwischen Sicherheit, Prävention und persönlicher Freiheit.
- Inhalt
- Wie gut lässt sich gefährliches Verhalten tatsächlich vorhersagen? Welche Warnsignale sind aussagekräftig? Wo liegen typische Fehlerquellen bei der Beurteilung – und wann besteht die Gefahr, Menschen vorschnell als gefährlich einzustufen? Welche Risiken werden in der öffentlichen Wahrnehmung über-, welche unterschätzt? Frank Urbaniok gibt Einblick in die Erkenntnisse der forensischen Psychiatrie und in seine langjährige Arbeit mit Straftätern, auch Cyberkriminellen. Anhand konkreter Erfahrungen zeigt er, wie Gefährlichkeit beurteilt wird, welche Faktoren für Prognosen entscheidend sind und warum auch professionelle Einschätzungen Grenzen haben. Damit stellt sich eine grundsätzliche gesellschaftliche Frage: Wie viel Prävention ist möglich und sinnvoll? Und wie weit darf ein Rechtsstaat gehen, um mögliche Straftaten zu verhindern, wenn diese noch gar nicht begangen wurden? Der Vortrag führt damit mitten in das Spannungsfeld zwischen Sicherheit, Prävention, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit.
- Leitung
- Prof. Dr. med. Frank Urbaniok, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit Schwerpunkt Forensische Psychiatrie, langjähriger Chefarzt des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes des Kantons Zürich, Gutachter und Entwickler des Risikobeurteilungssystems FOTRES.
- Ort
- Rathaus-Saal, Städtle 6, Vaduz
- Beginn
- Mittwoch, 9. Dezember 2026, 19:00 bis 21:00 Uhr
- Organisation
- Stein Egerta / Barbara Jehle
Wie viel Sicherheit ist möglich?
Mittwoch, 9. Dezember 2026, 19:00 bis 21:00 Uhr
CHF 30.—

